Moder und Moneten

In Panama City geht die Post ab – die Altstadt erlebt einen rasanten Wandel

Fernando fackelt nicht lange. Kaum hat der Gast Platz genommen, fragt er maliziös: «Möchtest du Ingrid Bergman sehen?» Die kühle Schwedin im heissen mittelamerikanischen Panama, 29 Jahre nach ihrem Hinschied? Fernando arbeitet nicht etwa im Wachsfigurenkabinett, sondern ist einer der vielen Gastro-Schlepper und chauffiert Touristen ins Casa Blanca, eines der angesagtesten Restaurants in der Altstadt von Panama City. Flink rückt er einen Stuhl zurecht mit Blick auf den «Casablanca»-Star, der als nostalgisches Foto von der blutrot gestrichenen Wand grüsst. Wer lieber Ingrids Film-Lover Humphrey Bogart aus dem Hollywood-Knaller von 1942 gegenübersitzt, wird ebenfalls entsprechend platziert.

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Lagunen, Strand und Sonne

Die philippinischen Palawan-Inseln sind das Traumziel von Tauchern – ökologisch korrekte Ferien sind garantiert

Die Szenerie ist so opulent und exotisch, dass James Bond hier ausgezeichnete Figur machen würde. Dichter Mangrovendschungel reicht fast bis zum Strand. Tiefland- und Bergregenwälder sind beeindruckend und das Meer und der Himmel blauer als jeder Prospekt. Die Stützen der ins Meer hinausgebauten Hotelbungalows wirken wie dünne Pelikanbeine. Und wie von einem Regisseur aufgeboten, schlürfen braun gebrannte Strandnixen an der Hotelbar Cuba libre oder Piña Colada. Von irgendwoher säuseln Violinklänge durch die Luft und lassen vergessen, dass man sich 20 Flugstunden vom Schweizer Schmuddelwetter entfernt befindet. Im Niemandsland zwischen Südchinesischem Meer und Sulusee, auf Palawan, 500 Kilometer südwestlich der philippinischen Hauptstadt Manila.